
Digitalisierung
31.10.2024
Wie digitale Prozesse den Arbeitsalltag erleichtern

Vorteile einer TI-fähigen Praxissoftware
Hohe Anforderungen, viel Regulatorik und fehlende Ressourcen – der Bedarf an digitalen Lösungen in Therapieeinrichtungen wächst stetig. Immer mehr Praxen setzen diese ein, um die Bürokratielast zu senken und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Mit der verpflichtenden Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) bis 2026 ist der Einsatz von kompatibler Praxissoftware obligatorisch für die Nutzung der TI. Praxen profitieren auf vielen Ebenen.
Laut der Eckdatenstudie der Physiotherapie-Branche 2023 verwenden vier von fünf der befragten Physiotherapiepraxen bereits eine Praxissoftware. Dennoch planen lediglich 29 Prozent eine Ausweitung der Digitalisierung, über 60 Prozent wollen dies „eher nicht“ oder „nicht“ tun. Dabei macht die verpflichtende Einführung der TI den Handlungsbedarf in Sachen Digitalisierung für therapeutische Einrichtungen unumgänglich. TI-kompatible Software ist nicht nur notwendig, um die Vorteile der TI-Anbindung nachhaltig zu nutzen, sondern teilweise auch Voraussetzung, um diese überhaupt nutzen zu können – ebenso wie beispielsweise der Konnektor oder ein Internetanschluss.
TI: Das digitale Rückgrat im Gesundheitswesen
Physiotherapiepraxen sind mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert: Personalmangel, hoher administrativer Aufwand und zukünftig auch die E-Verordnung. Digitale Prozesse können Abhilfe schaffen, beispielsweise in der Terminplanung, Patienten- und Rezeptverwaltung, der Befundung oder beim Austausch mit verschiedenen Gesundheitseinrichtungen sowie mit Patientinnen und Patienten.
Die TI bildet dabei das digitale Rückgrat des deutschen Gesundheitswesens. Über diese Infrastruktur wird unter anderem der sichere Austausch von Gesundheitsdaten zwischen Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und weiteren Gesundheitsdienstleistern ermöglicht. Hinzu kommen Vorteile wie schlankere Prozesse durch die elektronische Verordnung und die elektronische Patientenakte sowie verbesserte Kommunikationsservices
Cloudbasierte Praxissoftware: Ein Schlüssel zu mehr Effizienz
Zukünftig bieten Softwarelösungen wie die Praxissoftware NOVENTI Ora einen Einstieg in die TI und verknüpfen sie mit dem Praxismanagement. Cloud-Lösungen wie diese ermöglichen vernetztes Arbeiten, bei dem alle Mitarbeitenden unabhängig von ihrem Standort sicher auf Praxisdaten zugreifen können. Dies erleichtert nicht nur die Zusammenarbeit im Team, sondern stärkt auch die Kundenbindung durch eine einfache Kommunikation mit Patientinnen und Patienten, die zunehmend digitale Lösungen erwarten. Ein weiterer Vorteil liegt in der Zeitersparnis: Mit moderner Praxissoftware können Rezepte per 2-D-Barcodescanner erfasst und verarbeitet werden, was den manuellen Aufwand minimiert und Fehlerquellen reduziert. Die automatische Verarbeitung von Rezepten und Dokumenten spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven.
Darüber hinaus bietet eine cloudbasierte Softwarelösung eine besonders hohe Flexibilität: Praxen können ihre Kapazitäten schnell und unkompliziert an veränderte Bedürfnisse anpassen. Dies ist besonders für größere Praxen oder solche mit mehreren Standorten von großem Vorteil, da es den Zugang zu wichtigen Informationen erleichtert und die Verwaltung effizienter gestaltet.
Die Blankoverordnung – mehr Eigenverantwortung, größerer Aufwand?
Ein Beispiel, bei dem Physio- und Ergotherapeuten von der zunehmenden Digitalisierung profitieren, ist die Blankoverordnung. Diese Verordnung, deren Einführung für Physiotherapeuten ab dem 1. November 2024 bevorsteht und für Ergotherapeuten seit dem 1. April 2024 möglich ist, erlaubt es Therapeuten, innerhalb bestimmter Vorgaben eigenverantwortlich Behandlungsentscheidungen zu treffen. Dadurch erhalten sie mehr Freiheit und Verantwortung in ihrer Arbeit und können die passenden Maßnahmen eigenständig auswählen.
Mit der umfassenden Versorgungsverantwortung geht jedoch auch eine größere wirtschaftliche Verantwortung einher, die eine Anpassung erfordert. Ein Ampelsystem soll sicherstellen, dass Therapeuten bei Blankoverordnungen eine angemessene und wirtschaftliche Versorgung bieten, indem sie die Anzahl der durchgeführten Behandlungsintervalle steuern. Ohne moderne Software wäre das im stressigen Alltag kaum zu bewältigen. Durch den Einsatz digitaler Werkzeuge kann der Verwaltungsaufwand reduziert und der Fokus stärker auf die Patientenbehandlung gelegt werden – genau so, wie mit der Blankoverordnung beabsichtigt ist.
Zukunftssicher durch Digitalisierung: Jetzt handeln!
Die Einführung der TI bietet zahl - reiche Chancen. Um die Anbindung reibungslos zu gestalten und die Möglichkeiten voll auszuschöpfen, ist es für Therapieeinrichtungen essenziell, einen engmaschigen und gut durchdachten Zeitplan für die Umstellung auf TI-fähige Systeme aufzustellen. Die verschiedenen Phasen – von der umfassenden Informationsbeschaffung zu Digitalisierungsprozessen über die detaillierte Planung bis hin zur sorgfältigen Umsetzung – müssen bewusst und zielgerichtet durchlaufen werden. So lassen sich hektische Zertifizierungen kurz vor Ablauf von Fristen vermeiden und die gesetzlichen Anforderungen rechtzeitig erfüllen.
Eine ganzheitliche Praxissoftware wie NOVENTI Ora erfüllt nicht nur die Anforderungen der TI, sondern optimiert auch nachhaltig die täglichen Abläufe in Therapieeinrichtungen. Aus unseren vielschichtigen Erfahrungen und der damit verbundenen erfolgreichen Implementierung von TI bei unseren Apothekenkunden können nun auch Sie aus dem Bereich der Gesundheitsfachberufe profitieren.
Thomas Wicher
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